Home
Miethai-Dia-Show
Vorwort Verlag
Bühnenplan
Inhaltsangabe
Miethai-Text
Miethais Nachwort
Kontakt Autor
Kontakt Verlag
Dixis aus aller Welt
Impressum
Sitemap
Update 2012

Das B├╝hnenbild

I n h a l t s a n g a b e

Das Theaterstück in 2 Akten für 6 bis 10 Akteure (3-4 w/3-6 m) spielt im Büro der Hausverwaltung Hai und bildet zwei ereignisreiche Tage nach, in denen das Leben eines echten Miethais völlig aus den Fugen gerät.

Im 1. Akt nimmt das Schicksal seinen Lauf, als der Geschäftsführer der Hai-Verwaltungs-GmbH, Herr Hai junior, – ein eleganter, tyrannischer Macho und selbst ernannter Miethai – eine neue Sekretärin einstellen will. Das abendliche Vorstellungsgespräch mit der Bewerberin Hilde Wild im Restaurant mit anschließend geplantem Beischlaf auf dem Bürosofa verläuft anders als "üblich". Schuld daran sind k.o.-Tropfen im Kaffee und damit verbunden eklatante Gedächtnislücken im Kopf der Bewerberin.

Als am nächsten Morgen die alt gediente Buchhalterin Hase, welche einst mit dem spielsüchtigen Adoptivvater des Miethais verlobt war, sowie der unfähige Hausverwalter Zack das zerwühlte Sofa und die k.o.-Tropfen im Büro vorfinden, ahnen sie bereits, dass ihnen ein harter, entbehrungsreicher Arbeitstag bevorsteht. Und sie behalten Recht. Unter den Tiraden und Gehässigkeiten des Miethais haben alle zu leiden:

- der Handwerker Schenk, dessen Existenz von der Zahlung einer Rechnung abhängt,

- der Mieter Schneider, der ein Problem mit seiner ständig verstopften Toilette hat und

-der unterbezahlte Hausverwalter Zack, der sehnlich auf eine Lohnerhöhung hofft.

Zu allem Unbill verschwinden aus dem Büro-Tresor auch noch mehrere Tausend Euro an Spendengeldern.

Alles nur Kleingeld für den Miethai, denn dieser plant einen richtig großen Coup. Zusammen mit Olga, seiner hübschen, aber durchtriebenen russischen Geschäftspartnerin, die zugleich seine Geliebte ist, plant er den Umbau des Kremls in ein Shopping-Center. Dazu benötigt der Miethai jedoch das Geld seiner reichen Ehefrau. Da diese es ihm nicht freiwillig geben will, plant er kurzer Hand die Entführung seiner Gattin nach Sibirien mit Hilfe von Olgas sadistischem Leibwächter Igor – das vermeintliche Todesurteil für Frau Hai. Olga träumt indes von einem Luxus-Leben zu Zweit in den Nobelherbergen der Welt. Der Miethai dagegen träumt von einem baldigen Sofa-Stündchen mit Frau Wild.

Als kurz danach die überaus attraktive, aber auch selbstbewusste Frau Wild im Büro erscheint, wird es dramatisch. Der Hausverwalter Zack verliebt sich auf den ersten Blick in sie. Hai bemerkt dies sofort und erklärt die Eroberung von Frau Wild zur Chefsache. Noch am gleichen Abend will er feierlich bei Champagner und Hummer auf dem Bürosofa Frau Wild zu seiner neuen Geliebten machen und Olga mit einer Abfindung in die Wüste schicken. Hai beauftragt den vermeintlich loyalen Zack, die frohe Botschaft an Frau Wild zu überbringen. Was der Miethai allerdings nicht weiß: Frau Wild hasst nichts mehr als verheiratete Firmen-Gigolos. Und die krankhaft eifersüchtige Olga verfolgt zudem das treulose Treiben heimlich über eine im Büro installierte Überwachungsanlage.

Als dann später Frau Wild auf Umwegen von den k.o.-Tropfen erfährt, gerät sie in Panik. Denn was ist in der vorherigen Nacht beim Vorstellungsgespräch unter Einfluss der k.o.-Tropfen im Büro mit ihr passiert? Ihr fehlt die Erinnerung. Frau Wild muss es wissen und trifft sich deshalb trotz Kündigung und innerer Abneigung abends wie geplant mit Hai. Und Hais Leben hängt an diesem Abend von einer Antwort ab.

Im 2. Akt wird es gewiss! Für alle unsichtbar kehrt der Miethai am folgenden Morgen ins Büro zurück, aber weniger lebendig als tot. Sein Geist entsteigt der Bürotoilette.

Doch wer hat ihm nach dem Leben getrachtet? Ein Motiv hat jeder! Etwa die vermeintlich geschändete Frau Wild? Oder der verliebte Zack als Frau Wilds heldenhafter Rächer? Oder Frau Hase, der fristlos gekündigt wurde, weil sie Frau Wild von Hais Ehe erzählt hat? Oder der zahlungsunfähige Handwerker Schenk, der mittlerweile aus Verzweiflung in der Psychiatrie gelandet ist?

Im Laufe des 2. Aktes muss der Miethai wie beim "Jüngsten Gericht" ertragen, was die Menschen um ihn herum tatsächlich über ihn denken. Vor allem seine „geliebte“ Ehefrau, die ordnend in das Geschehen eingreift. Doch was andere Menschen in den sicheren Selbstmord treiben würde, lässt den Miethai erst richtig zu Hochform auflaufen. Als Geist springt er – für die anderen Personen auf der Bühne unsichtbar – inmitten der Handlung umher, gibt seine unnachahmlich kuriosen Kommentare ab, badet in Allmachtsphantasien und versucht wiederholt erfolglos, auf die Handlung Einfluss zu nehmen und mit den anderen Personen zu interagieren, da er sich seiner Existenz als Geist noch immer nicht bewusst ist.

Der Miethai erfährt er zu seinem Entsetzen, dass

-die verhasste Frau Hase und sein spielsüchtiger Adoptivvater Hai Senior in Wahrheit seine leiblichen Eltern sind und er deren Heirat nicht länger verhindern kann;

-sein unfähiger Hausverwalter Zack ihn seines Postens als Chef beraubt;

-seine "geliebte" Ehefrau die Scheidung einreicht;

-der Handwerker Schenk sein gefordertes Geld bekommt;

-der Mieter Schneider eine funktionierende Toilette auf Kosten des Miethais erhält;

-Hai Senior ihn vorsorglich enterbt hat;

-seine russische Geschäftspartnerin Olga, der er aus Geldgier blind vertraut, ihn gnadenlos bis auf das letzte Hemd auszieht und ihn aus Eifersucht mit k.o.-Tropfen betäubt und im Abwasserkanal entsorgt hat. Denn „Olga betriegt Mann nich“.

Doch noch immer glaubt er, Herr der Handlung zu sein.

Erst als die von ihm vergötterte Frau Wild vor seinen Augen – und ohne dass er es verhindern kann – den Hausverwalter Zack küsst, wird dem rumpelstilzchenartig herum springenden, vor eifersüchtiger Wut rasenden Miethai langsam bewusst, dass er in diesem Leben alles verloren hat und das letzte Hemd keine Taschen hat. So bleibt ihm nur ein Ende, kein bitteres, sondern ein "beschissenes". Nachdem man ihn kurz vor dem Exodus schwimmend in der städtischen Kläranlage gefunden hat, sieht der frustrierte Miethai nur noch einen einzigen Ausweg - die Toilettenspülung!

Die Frage, ob für unseren Miethai im Himmel oder in der Hölle eine Wohnung frei ist oder ob er als Obdachloser sein Dasein im Nirwana verbringen muss, bleibt offen.

Vielleicht kommt er irgendwann wieder zur Erde zurück...
Als IHR Vermieter!

*Ge@rg $chµck* Copyright | Dixiklo@t-online.de